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Winzer
Tief in den Boden
Caves Soler-Jové empfängt den Besucher mit einer hübschen Fassade, deren Rundbögen an eine Hacienda erinnern. In der Empfangshalle herrscht ebenso wie im Salon gediegene katalanische Atmosphäre, doch das Kernstück liegt unter der Erde.
Arturo Ramos Ramos führt mich selbst in sein Lebenswerk, Stufe um Stufe, neun Meter tief in die Erde. Dort herrscht, ob Sommer, ob Winter eine Temperatur von 10 bis 12°C und damit die ideale Bedingung für die langsame Bildung der Mousse in den Flaschen und die lange Reifeperiode auf der Hefe. In den bald 20 Jahren seines Bestehens hat der Keller reichlich Patina angesetzt und würden die Träger nicht eine moderne Konstruktion verraten, könnte man ihn in die Anfangszeit des Cavas Ende des 19. Jahrhunderts datieren. Zwar stehen noch ein paar Rüttelpulte dekorativ im Gang, aber längst werden die Hefepartikel von Giropaletten in den Flaschenhals geschüttelt.
Zum Schaumwein-Keller sind zehn Hektar Weinberge gekommen und ein gesonderter Vinifikationskeller, wo Arturo und seine beiden Söhne auch stille Weine erzeugen, vor allem Chardonnay, Muscat und Cabernet Sauvignon. Das wichtigste Standbein der Familienfirma ist der Cava geblieben. Konzentrierte sich der Vater zunächst nur auf den Absatz in Katalonien, wandten sich die Söhne ab 1998 auch dem Ausland zu, so dass heute schon fast jede zweite Flasche in den Export geht. „Uns geht es darum, ein gutes Verhältnis zwischen Preis und Qualität zu bieten“, sagt Oscar Ramos und mit gesundem Selbstbewusstsein setzt er hinzu, „und wir sind davon überzeugt, dass wir gute Produkte haben.“ Man braucht nur den Cava Mont Michel zu probieren, um ihm Glauben zu schenken.
Caves Soler-Jové
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