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Winzer
Langer Atem
Die Cave de Viré wurde 1928 gegründet und über die Jahre weiterentwickelt. In den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts, als das Mâconnais seine Rebfläche von 1.500 auf 3.500 Hektar steigerte, erzeugte die Genossenschaft zwischen 11 und 14 Prozent der jährlichen Gesamtmenge.
Zum ersten Mal stellten die Winzer von Viré 1963 einen Antrag beim INAO, dem Institut National des Appellations d’Origine, um eine eigene Appellation zu erwirken. Ohne Erfolg. Als sich ihnen zehn Jahre später sechzehn andere Gemeinden des Mâconnais bei einem neuen Vorstoß angeschlossen hatten, lehnte das Institut erneut ab, dem der Antrag zu ausgeufert erschien. Beim dritten Ansatz 1988 zeigten die Winzer, dass sie viel dazugelernt hatten, und stellten ihn auf solide Fundamente. Nicht zuletzt bewiesen Verkostungen von bis zu 20 Jahre alten Weinen, dass Viré sich tatsächlich als eigenes Terroir abhebt. Die Reaktion des Instituts fiel dieses Mal positiv aus, aber es schlug den Zusammenschluss mit der Nachbargemeinde Clessé vor. Außerdem wurden nur hochwertige Hanglagen mit kalkreichen Böden anerkannt. Zum 70. Geburtstag der Cave 1998 konnten die Winzer die erste Lese der so lange ersehnten Appellation einbringen.
Der Kampf um die Appellation steigerte das Engagement der Winzer, die sich bewusst waren, dass sie ihre Ziele nur durch überzeugende Weinqualität erreichen konnten. Dies gab den Mitgliedern der Kooperative den Anstoß, sich 1991 auf integrierten Anbau auszurichten. Anfangs folgte nur eine Handvoll Vignerons dem Rat des dafür engagierten Weinbautechnikers Frédéric Chapeau. Inzwischen haben sich längst alle dazu bekehrt. Heute betreffen die aktuellen Schwerpunkte der Beratung und gegebenenfalls Unterstützung folgende Bereiche: Zustand der Weinberge, Bewirtschaftung der Böden, integrierte Behandlungsweisen, Umweltverhalten sowie Selbstschutz und Nachspürbarkeit. Nicht nur folgen die Winzer dieser selbst auferlegten Direktive, sie geben sich in jedem Sektor eine Benotung, die von der schlechten 1 bis zur ausgezeichneten 5 reicht, und machen sich damit selbst bewusst, in welchem Sektor sie im nächsten Jahr Verbesserungen erzielen können.
Von den 380 Hektar der Kooperative entfällt die Hälfte auf die Appellation Viré-Clessé, deren größter Erzeuger sie ist und für dessen Ruf sie mit ganzem Einsatz eintritt. Von den anderen Rebflächen vinifiziert man den ausgezeichneten Crémant de Bourgogne Belvédère sowie Mâcon Villages und Mâcon Chardonnay.
Cave de Viré
Chai de Viré
En Vercheron 71260 Viré
Tel. +33 3 85 32 25 50, Fax +33 3 85 32 25 55, contact@cavdedevire-bourgogne.com
Geöffnet von Montag bis Freitag von 8.00-12.00 h und von 14.00-18.00 h
Chai de Sennecé
71260 Sennecé, Tel. +33 385 360 699
Geöffnet von Dienstag bis Samstag von 9.00-12.00 h und von 14.00-19.00 h


















