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Rebsorte oder
Winzer
Ein Angler im Keller
Andries Blake wuchs in Wellington auf, umgeben von Weinbergen. So lag es nahe, dass er sich nach der Schule für Weinbau entschied und sich im Elsenburg College in Stellenbosch einschrieb.
Eine erste Anstellung fand er in einer Kellerei in Robertson, wo er fünf Jahre blieb. Seither ist er bei der Swartland Winery als verantwortlicher Kellermeister tätig, dem drei Winemaker zur Verfügung stehen. Verheiratet und Vater von zwei Söhnen verbringt er seine Freizeit am Liebsten mit der Angel in der Hand.
Von seiner Ausbildung an dem landwirtschaftlichen Kolleg bestens mit Weinbau vertraut, nimmt Andries gemeinsam mit dem Weinbauexperten Klaas Coetzee direkten Einfluss auf die Arbeit der 60 Mitglieder der Kellerei. Sie stehen den Weinbauern zur Seite, beraten sie, welche Sorten geeignet sind und wie sie ihre Rebflächen bearbeiten müssen, um beste Qualität zu erzielen. Im Gegensatz zu den meisten Weinregionen am Kap handelt es sich im Swartland zu 85% um sogenannte bush vines, die nicht an Drahtrahmen erzogen und nicht bewässert werden. Deshalb bilden die Rebstöcke nur kleine Beeren aus, aber mit guter Konzentraion und hohem aromatischem Potenzial. Andries lässt im Herbst die Rebzeilen begrünen, damit die Böden während des Winterregens geschützt sind und nicht ausgewaschen werden. Im Frühjahr mit der einsetzenden Trockenperiode bildet der absterbende Bewuchs eine Decke über dem Boden, die dazu beiträgt, dass die Verdunstung reduziert wird und ausreichend Feuchtigkeit für die Reben erhalten bleibt.
„Unsere Pinotage-Stöcke sind im Durchschnitt 20 Jahre alt“, betont Andries. „In unserem trockenen Klima enthalten die Trauben vergleichsweise wenig Saft und der Durchschnittsertrag liegt bei nur etwa 6 Tonnen pro Hektar. Das sind günstige Voraussetzungen, um gute Rotweine zu machen.“ Und Rotweine sind eine weitere von Andries’ Leidenschaften.



















