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Weißweine aus Frankreich


2011 LE TAPIE Blanc
Côtes de Gascogne Indication Géographique Protégée
Preis:
4,20 €    (5,60 € / Liter)
Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Visionäre mit Baskenmütze

2011 LE TAPIE Blanc
Christine Cabri, André Dubosc und Cédric Garzuel

Kaum eine andere Persönlichkeit in der jüngeren französischen Weingeschichte hat die Zukunft einer ganzen Region so sehr geprägt wie André Dubosc die des Gers.

Weintradition
Schon sein Großvater kämpfte im Madiran-Dorf Vieilla für die Wiederanpflanzung der alten Qualitätssorten, und sein Vater schwor auf diese Trauben. So verwundert es nicht, dass der 1945 geborene Winzersohn in Montpellier Weinbau studierte und sich auf Rebsorten spezialisierte. Als frisch gebackener Weinbautechniker trat er 1972 in die Genossenschaft von Saint-Mont ein.
Damals sorgte sich niemand um Weinqualität, man verschleuderte den Jungwein zu Spottpreisen oder brannte ihn zu Armagnac. André Dubosc warnte hartnäckig vor künftigen Absatzkrisen, erinnerte an vergangene Weintradition und predigte seine Vision einer erfolgreichen Weinproduktion.

Einheimische Sorten
Als gebürtiger Gascon plädierte er für die Neuanpflanzung einheimischer Sorten. Er fand den richtigen Ton, man schenkte ihm Gehör und begann damit, Tannat, Pinenc und die Cabernets für Rotwein zu pflanzen. Als er 1973 am deutschen Weininstitut Geisenheim ein Seminar über moderne Weißweinbereitung besuchte, erkannte er, dass die Zukunft der Weißweine seiner Region nur in einem spritzigen, aromatischen Stil liegen konnte. Doch auch dabei galt sein Vertrauen den traditionellen Sorten der Gascogne.

Colombard
Ein zweites Erlebnis sollte noch entscheidender sein. 1979, auf einer gemeinsamen Reise mit dem berühmten Koch André Daguin nach Kalifornien, lernte Dubosc den dortigen Colombard kennen, einen angenehmen, trockenen und süffigen Weißwein. Colombard aber war eine Rebe der Gascogne, doch zwischen Auch und Mont Marsan wurde sie nur destilliert. Das ließ den beiden Andrés keine Ruhe. Es dauerte nicht lange, und Dubosc präsentierte einen hinreißend fruchtigen Weißen, der im Handumdrehen begeisterte Anhänger fand.

Kellerei Plaimont
Es gelang Dubosc damals, die drei größten Winzergenossenschaften des Gers – Plaisance, Aignan und Saint-Mont – zur Kellerei Plaimont zu vereinen. Gemeinsam investierten sie in die unerlässlichen technischen Voraussetzungen für moderne Weine. Dubosc drängte immer weiter. Um höhere Qualität zu erreichen, mussten die Weinberge besser, das heißt nach den Methoden des integrierten Anbaus bearbeitet werden: Er führte es vor. Um den Märkten gerecht zu werden, benötigte man ein umfassendes Angebot, vom einfachen Landwein bis zum hochwertigen Château mit Appellation: Er konzipierte es. Kommerzieller Erfolg ließ sich nur durch effektive Vertriebsstrukturen erlangen: Er initierte sie. Überzeugt, dass die Stärke der Weine in ihrer Identität wurzelte, hielt er seine tausend Winzer dazu an, überall, wo sie präsent sind, Farbe zu bekennen. So schwärmen sie, die Baskenmütze keck auf dem Kopf, in die ganze Welt aus und verkünden mit kernigem Akzent ihre Weinbotschaft.

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