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Das Mâconnais
Das Mâcon-Gebiet gehört zu den schönsten Landschaften Burgunds. Es wird von einer Folge von Hügelketten geprägt, die nie über 500 Meter ansteigen und deren Kuppen von Wäldern gekrönt sind.
Sie kehren ihre mit Reben bestockten Hänge nach Osten und Südosten, während die anderen Seiten und die Talgründe Getreide- und Maisanbau sowie Viehzucht vorbehalten sind. Im Osten bildet das Saônetal mit den alten Städten Tournus und Mâcon die Grenze. Von hier aus erstreckt sich das mit 6.400 Hektar größte Anbaugebiet Burgunds maximal zwölf Kilometer nach Westen, wo es bis zum Grosne-Tal reicht, in dem Cluny liegt. Im Norden geht das Mâconnais in die Côte Chalonnaise über, während es 35 Kilometer weiter südlich ans Beaujolais stößt, wo es nicht selten ist, dass Winzer außer Mâcon-Weinen auch Saint-Amour oder andere Beaujolais anbieten.
Bereits im Mittelalter erlangte der Weinbau der Region dank des Klosters von Tournus, aber insbesondere durch die unglaublich mächtige und reiche Abtei von Cluny große Bedeutung. Allerdings gab man der fruchtigen roten Gamay den Vorzug. Nur Fuissé, Vinzelles und Loché waren bereits im 13. Jahrhundert für Weißwein bekannt. Mit Beginn des 19. Jahrhunderts begann die Chardonnay an Boden zu gewinnen, doch nach der Reblauskatastrophe setzte man überall – außer in Pouilly und seinen Nachbargemeinden und in Lugny – erneut Gamay. Erst ab den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts, als die Nachfrage aus dem Ausland für Weißweine der Bourgogne wuchs, brach die eigentliche Epoche der Chardonnay an, die heute knapp 80 Prozent der Rebflächen stellt. Das übrige Fünftel entfällt auf Gamay für den Mâcon Rouge oder Pinot Noir.
Das weit ausgedehnte Appellationsgebiet weist unterschiedlich bestimmte Lagen auf, doch im Großen und Ganzen handelt es sich um lehm-, teils auch kieselhaltige Böden auf der im Jura entstandenen Grundformation. Das Kontinentalklima, das im Mâconnais ebenso wie an der Côte d’Or regiert, bringt in der Regel heiße und trockene Sommer. Aber es birgt größere Risiken als anderswo im Burgund. Seine am meisten gefürchtete Unbill ist der Frost, der zweite Schrecken der Weinbauern, der Hagel, taucht ebenfalls häufiger auf als anderswo.
Bevor Viré-Clessé 1998 zur Gemeinde-Appellation erhoben wurde, kannte das Mâconnais nur vier Crus, die in seinem Süden liegen und vom berühmten Pouilly-Fuissé angeführt werden. Bereits dessen winzige Brüder Pouilly-Loché und Pouilly-Vinzelles hinken in Bekanntheitsgrad, Nachfrage und Preis deutlich hinterher, ebenso der später ernannte Saint-Véran.



















