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Rotweine aus Frankreich


2010 CHATEAU PECH-CELEYRAN La Clape
Appellation Coteaux du Languedoc Contrôlée
Preis:
4,95 €    (6,60 € / Liter)
Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
2010 CHATEAU PECH-CELEYRAN La Clape

Coteaux du Languedoc

Das Languedoc lieferte seit Mitte des 19. Jahrhunderts per Eisenbahn Unmengen an billigen Weinen in die aufkommenden Industriegebiete Nordfrankreichs, wo zur täglichen Kalorienration der Arbeiter zwei, drei oder mehr Liter niedrigprozentigen Rotweins gehörten. Doch die Zeiten änderten sich.

Ein Jahrhundert später befand sich das mit 400.000 Hektar größte Weinanbaugebiet der Welt in einer gravierenden Krise, denn der allgemeine Lebensstil hatte sich grundlegend gewandelt. Eine völlige Umstrukturierung setzte ein. Über ein Viertel seiner Reben musste weichen und nur die besten Lagen wurden unter den erteilten Appellationen wie Fitou, Corbières, Limoux, Cabardès, Minervois, Faugères, Saint-Chinian, Clairette du Languedoc und Coteaux du Languedoc anerkannt. 
 
Die zuletzt genannte AOC, die von Narbonne bis Nîmes und vom Mittelmeer bis an die Montagne Noire und die Cevennen reicht, umfasst heute 9.000 Hektar Weinberge, die sich auf 168 Gemeinden verteilen. Ihre gemeinsamen Nenner sind eine Weingeschichte, die mehr als 2.000 Jahre zurückreicht, ein Klima, das in reichlichem Maß von Sonne, Wind und relativer Trockenheit bestimmt wird, karge Böden und ein Quartett dominierender roter Rebsorten, das aus Syrah, Grenache, Mourvèdre und – mit abnehmender Tendenz – Carignan besteht. Innerhalb dieser übergreifenden Appellation beanspruchten ein Dutzend Terroirs das Recht, ihren Namen aufs Etikett zu setzen, aufgrund einer – oft historisch verbrieften – Eigenständigkeit ihrer Rotweine. Dies sind Cabrières, La Méjanelle, Montpeyroux,  Quatourze, St-Christol, St-Drézéry, St Georges d'Orques, St-Saturnin et Vérargues.

Die Ausnahme macht darunter Picpoul de Pinet mit seinem charaktervollen Weißwein, das demnächst eine eigene AOC erhalten dürfte. Inzwischen haben sich die Teilgebiete La Clape, Grès de Montpellier, Terrasses du Larzac und Pic Saint Loup bereits – auch durch restriktivere Produktionsbestimmungen – eine höhere Anerkennung erworben, während sich die Teilgebiete Terrasses de Béziers, Pézenas und Terres de Sommières darum noch bemühen.

La Clape

La Clape gebührt unter den Terroirs der Coteaux du Languedoc besondere Aufmerksamkeit.
Fährt man von Narbonne in Richtung Narbonne-Plage, seinem Badeort, beginnt nach einigen Kilometern Flachland eine Steigung und die Straße windet sich plötzlich zwischen steilen Klippen und tiefen Schluchten in ein wildes kleines Kalksteingebirge mit Parasolpinien, Wildkräutern und Rebparzellen, das bisweilen den Blick auf das tiefblaue Mittelmeer freigibt.  

Wie bereits vermerkt, war La Clape zu Zeiten der Römer eine Insel, Insula Laci genannt, wegen der verschiedenen Seen, die ihren hohen Kern säumten, und Narbonne besaß einen eigenen Hafen. Schon damals, um 200 vor Chr., wurde dort Wein angebaut. Erst nachdem sie im Mittelalter mit dem Festland zusammengewachsen war, erhielt das Gebiet einen neuen Namen. Man nannte es respektlos La Clape, Steinhaufen.

Mit ihren kalkreichen und steinigen Böden, dem ständigen Wechselspiel der Winde, bei dem der nordwestliche Cers vom östlichen Marin abgelöst wird und umgekehrt, dem intensiven Licht und der die Weinberge umfassenden wilden Vegetation bietet La Clape beste Voraussetzungen für große mediterrane Rotweine. Eine Spezialiät von La Clape ist ihr rarer Weißwein, der zu mindestens 60 Prozent aus Bourboulenc, einer Malvasier-Art, besteht, die auch im heißen Klima und trotz ihrer Rundheit eine erfrischende Säure bewahrt.


 

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