Herkunft (Region) oder
Rebsorte oder
Winzer
Samtiges Zusammenspiel, hoch bepunktet
Will man das Geheimnis dieses außerordentlich würzigen, vollfruchtigen Shiraz mit seiner beeindruckenden Struktur und dem weichen, samtigen Finale verstehen, muss man seine Heimat, den Langhorne Creek, eine dreiviertel Stunde südöstlich von Adelaide, der Hauptstadt Südaustraliens, besuchen. Oder Sie verlassen sich auf die Bewertung des Weinkritikers Robert Parker, in dessen "Wine Advocate" der 2007er mit 90 Punkten bedacht wurde.
Naturphänomen
Bei Langhorne Crekk kann man sich von einem Naturphänomen überzeugen, das Frank Potts Mitte des 19. Jahrhunderts das Potenzial dieses Gebiets schlagartig erkennen ließ. Allerdings kam er zur rechten Zeit, nämlich am Ende des Winters. Da war der Bremer River, der am Mount Barker entspringt, aufgrund der starken Regenfälle in den Adelaide Hills über die Ufer getreten und hatte die zum Lake Alexandrina abfallende Ebene überflutet. Potts erkannte, dass er vor einem ausgezeichneten Agrarland stand, das zwar das Jahr über trocken sein mochte, aber im Winter den nötigen Wasserbedarf erhielt.
Daraus ragten gigantische Rotgummibäume heraus, die es dem erprobten Zimmermann obendrein besonders angetan hatten. Der Gründer der Bleasdale Vineyards hatte sich nicht getäuscht. Seine Rebfelder lieferten ausgezeichnete Weine von ganz eigenem Charakter. Dies ermöglichte den nachfolgenden Generationen, ihrer Winery einen immer besseren Ruf zu verschaffen und ihre Unabhängigkeit zu bewahren.
Gezielte Versorgung
Für den Bremerview Shiraz haben Winemaker Michael und Winefarmer Robert Potts einen ganz besonderen Weingarten ausgewählt, der tatsächlich auf den Fluss ausgerichtet ist und vor mehr als 60 Jahren gepflanzt wurde, als die Potts einen wichtigen Schritt in die Zukunft taten. Nicht in jedem Jahr war nämlich die Wassermenge, die das Land überflutete, ausreichend, um eine gute Ernte sicherstellen zu können. Deshalb errichtete man 1939 einen Damm, von dem aus das Wasser in einen Kanal geleitet werden konnte, der die Weinfelder gezielt versorgte. Nie länger als 24 Stunden wurde eine Parzelle unter Wasser gesetzt, dann ließ man es zur nächsten oder zum Nachbarn weiterfließen. Inzwischen ist man weitgehend zur Tröpfchenbewässerung übergegangen und viele der Neuanlagen beziehen ihr Wasser aus dem Lake Alexandrina. Auf diese Weise können die Reben in jedem Jahr mit der nötigen Wassermenge versorgt werden und liefern Jahr um Jahr reife Trauben mit großer Konzentration und enormer Frucht.
























