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Amarone – Klassiker des Veneto
Ob Pietro Sartori 1898 bereits ahnte, welch blendende Zukunft seinem venezianischen Weinbaubetrieb beschieden sein würde? Mit Andrea Sartori lenkt schon die vierte Generation die Geschicke des erfolgreichen Familienunternehmens in Negrar. In Valpolicella herrschen Lehm- und Kalkböden vor. Die Weingärten befinden sich in den höheren Lagen, deren gemäßigte, insbesondere nachts deutlich absinkende Temperaturen dazu führen, dass die Traubenreife langsam vonstatten geht. Corvina, Rondinella und Molinara entwickeln auf diese Weise ihre volle physiologische Reife. Erst wenn die Trauben kräftige Farbe, balancierte Frucht und komplexe Aromen aufweisen, werden sie gelesen. Bereits zu diesem Zeitpunkt wird erstmals selektiert. Nur makelloses Rebgut gelangt in die kleinen, flachen Holzkisten, in denen es, geschützt vor Druckverletzungen, in die Kellerei transportiert wird.
Jahrhundertealte Tradition und moderne Vinifikationsverfahren kennzeichnen die Weinbereitung. Zunächst werden die Trauben in gut belüfteten Räumen gelagert, wo sie mehrere Monate lang eintrocknen. Wenn im Januar/Februar der gewünschte Rosinierungsgrad erreicht ist, wird erneut selektiert. Es folgt eine 30-tägige Gärung im Stahltank. Aufgrund der hohen Zuckerkonzentration entstehen hohe Alkoholgrade. Es schließt sich eine mehr als fünf Jahre währende Reifung an, bei der der Wein zunächst vier Jahre in großen Fässern aus slowenischer Eiche ruht, bevor ein einjähriger Ausbau in neuen Barriques folgt. Den Abschluss bilden sechs Monate Flaschenlager. Mit Corte Brà ist Sartori ein charaktervoller Rotwein gelungen, der das hohe Ansehen dieses Vorzeigebetriebs unterstreicht. Die Juroren des „Internationalen Weinpreises Mundus Vini“ prämierten ihn mit einer mehr als verdienten Silbermedaille.




















