Herkunft (Region) oder
Rebsorte oder
Winzer
Klostergeist
Seit acht Jahrhunderten wird in der Abbaye de Valmagne Wein gemacht, aber so gut wie heute war er noch nie. Für den Coteaux du Languedoc des Klosterguts wurden ab 1982 gute Voraussetzungen geschaffen, als nämlich Madame de Gaudart d’Allaines daranging, die qualitativ nicht so hochwertigen Carignan-Reben herauszureißen und sie durch Syrah, Mourvèdre und Grenache, aus denen die aktuelle Assemblage besteht, zu ersetzen. Ihr Sohn Philippe förderte die Qualität entschieden, indem er von 1996 an chemische Dünger, Herbizide und Insektizide aus seinen besten Weinbergen verbannte.
Seit 2001 werden alle als Appellation klassifizierten Parzellen anerkannt biologisch bearbeitet. Mit der erhöhten Aufmerksamkeit im Weinberg ging eine völlige Erneuerung in der Kellerei einher. Die Kellerei wurde an einem Hang errichtet, so dass die Traubenannahme im oberen Geschoss eingerichtet werden konnte. Weitgehend nimmt die Lese ihren Weg bei der Vinifikation durch Schwerkraft, was für die Trauben besonders schonend ist. Die drei Rebsorten der Cuvée erfahren eine lange Maischegärung. Bevor der letzte Zucker in Alkohol umgewandelt wurde, kommt ein Turbopigeur zum Einsatz. Dieses Gerät zerkleinert den sich an der Oberfläche absetzenden Tresterhut und stößt die Beerenschalen zurück in den gärenden Most, damit weitere Farb-, Aroma- und Gerbstoffe aus ihnen extrahiert werden können.
Im Tank ausgebaut, bleiben die reizvolle Beerenfrucht und die würzigen Noten, die an die Wildkräuter des Südens erinnern, dem Klosterwein erhalten, während sich seine Tannine abrunden. Immer aber besitzt er genug Struktur, um über fünf oder mehr Jahre zu altern. Seit einem Vierteljahrhundert behauptet er sich als einer der überzeugendsten und verlässlichsten Rotweine des Languedoc.



















