Herkunft (Region) oder
Rebsorte oder
Winzer
Anspruchsvolle Komposition
Vollblutwinzer
Wenn Jean-Hubert Laville von dem Rotwein seines Château des Tuquets spricht, hebt er zuallererst dessen Regelmäßigkeit hervor. Als Vollblutwinzer macht er dafür das Terroir verantwortlich.
Gewiß ist es richtig, dass das Terroir die Vorausbedingung stellt, um überzeugende Weine zu machen. Zugleich kommt es aber auf den Winzer an, denn nur wenn der mit seinem Terroir umzugehen weiß, dessen Stärken und Schwächen erkennt und seine Maßnahmen in Weinberg und Keller darauf abstimmt, erhalten wir einen Wein mit Qualität und Charakter. Die Weinberge des Château liegen keine vier Kilometer westlich von Sauveterre-de-Guyenne entfernt, einer mittelalterlichen Bastide, die mit ihren alten Festungstoren und dem von Arkaden gesäumten zentralen Platz viel Charme bewahrt hat. Ihr Umkreis gilt als eines der besten Anbaugebiete des Entre-Deux-Mers-Gebiets, da hier das ursprüngliche, aus dem Tertiär stammende Kalkplateau von einer Lehmschicht überzogen wurde. Dies führt nicht nur zu besonders aromatischen Weißen, sondern auch zu roten Bordeaux-Weinen mit einem intensiven und komplexen Bukett und einem samtigen, runden Eindruck am Gaumen.
Während die Winzer in diesem Teil der Appellation Bordeaux oft mehr als die Hälfte des weichen Merlot für ihre Rotweine verwenden, hat Monsieur Laville herausgefunden, dass auf einem Teil seiner Hanglagen Cabernet Sauvignon bestens gedeiht und reift. Deshalb assembliert er seinen Wein aus jeweils zwei Teilen Cabernet Sauvignon und Merlot (je 40 %) sowie einem Teil Cabernet Franc. Tiefe Farbe, charakteristische Cassis-Frucht und gute Ausdauer hat Château des Tuquets dieser anspruchsvollen Komposition zu verdanken.




















