Herkunft (Region) oder
Rebsorte oder
Winzer
88-90 Parker-Punkte für den 2009er
Châteauneuf-du-Pape ist der Papst unter den Weinen der südlichen Rhône. Um den früheren Sommersitz der Päpste aus Avignon erstreckt sich ein Hochplateau mit einer dicken Schicht rötlicher Rundkiesel. Diese Molasse genannte Bodenformation ist ein an der Oberfläche heißes in der Tiefe aber kühles Terroir. Aus diesem Gegensatz zieht der Wein seinen großartigen Charakter. Da die Ebene zugleich dem Mistral ausgesetzt ist, behauptet sich die Rebsorte Grenache, denn sie verträgt die Extreme von Hitze, Wind und Trockenheit am Besten. René Aubert trägt diesem Faktum Rechnung. Statt wie manch andere Winzer auf Syrah umzusatteln, ist er Grenache treu geblieben, der mit 70% die Assemblage dominiert. Cinsault, Syrah und Mouvrèdre ergänzen sie.
Als wacher Beobachter der Natur begann René Aubert, die Weinbergsarbeit auf ökologischen Anbau umzustellen. Chemie ist tabu und die Weinberge werden gepflügt. Mit großem Aufwand führt man die Arbeiten „en vert“ durch, um alle überflüssigen Triebe und später diejenigen Blätter, die die Traubenreife behindern, zu entfernen. Auf diese Weise erreicht der Ertrag nur 30 hl/ha. Nur einwandfreies Lesegut gelangt in den Kühllaster, der es die knapp 30 Kilometer bis zum Gut in Sainte Cécile-les-Vignes befördert. Dort lässt Kellermeister José Zaplana die Trauben entrappen und mahlen und zwei Tage lang die Schalen auf 5 °C im eigenen Most mazerieren, was Farbe und Aromen entzieht. Dann schließt sich eine Maischegärung von drei Wochen an, in denen die Temperatur bis auf 30°C gesteigert wird. Mit Sorgfalt werden die besten Fässer aus französischer, amerikanischer und bulgarischer Eiche für den Ausbau ausgewählt, der den Wein harmonisiert, ihm eine dezente Würze verleiht und seine ganze Frucht und Opulenz zum Ausdruck bringt.




















