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Winzer
Klassiker
Gerade einmal 15 km vom Lagunensee Etang de Bages und 25 km von der Küste entfernt, bestimmt das Mittelmeer das Klima mit heißen Sommern und milden Wintern. Die Weinberge erstrecken sich über die niedrigen Hänge des Pinada-Massivs, das von ausladenden Parasol-Pinien gesäumt ist. Die Böden bestehen aus großen Kieseln, die an jene von Châteauneuf-du-Pape erinnern und die am Ende des Tertiärs mit den Flüssen von den Pyrenäen herbeigeschwemmt worden sind. Sie sind mit gelben Lehmerden vermischt und für Weinanbau besonders geeignet, da sie sowohl Wärme als auch Feuchtigkeit speichern.
Der Carignan-Traube behagen diese Voraussetzungen ausgezeichnet und lassen sie in der Regel voll ausreifen, was nicht auf allen Terroirs der Fall ist. Mit 40 Prozent liefern ihre 40 bis 60 Jahre alten Stöcke das Rückgrat des Villemajou und verleihen ihm tiefe Farbe und Alterungspotenzial. Ergänzt werden sie zu 30 Prozent von Syrah mit ihrem aromatischen Reichtum und den feinen Tanninen, zu 25 Prozent von der runden, fruchtigen Grenache und zu 5 Prozent von der Mourvèdre mit ihrer Würze und eleganten Struktur.
Um die gewünschte Qualität zu erzeugen, setzt Gérard Bertrand bereits beim Rebschnitt an und lichtet bei Bedarf die Trauben später in einer grünen Lese aus, um den erwünschten Ertrag von 30 bis 50 Hektoliter pro Hektar nicht zu überschreiten. Die Trauben werden mit der Hand gelesen. Für Carignan und Syrah füllt er die Gärtanks zunächst mit Kohlensäure, bevor die ganzen, unversehrten Trauben hineinfallen, um in einer Kohlensäuremaischung von 10 bis 18 Tagen Länge vinifiziert zu werden. Grenache und Mourvèdre erfahren eine traditionelle Maischegärung, die zwischen 15 und 20 Tagen dauert. Zum Ausbau kommt der Wein für acht bis zwölf Monate in Barriques, je nach Jahrgang.
„Villemajou bleibt ein großer Klassiker der Corbières“, betont Gérard Bertrand stolz und verrät, dass dies der Carignan von Boutenac zuzuschreiben sei, die dem Wein „seine Mineralität, seine Tiefe, seine sehr straffe, aber verschmolzene Struktur, seine Aromen von getrockneten Früchten und von Feuerstein“ verleihe. Er empfiehlt, ihn zu dekantieren und am besten zu Rindfleisch zu genießen.




















