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„Mister Veltliner“
„Roman Pfaffl gilt schon seit Jahren als Aushängeschild des Weinviertler Weinbaus“, schreibt der Falstaff Weinguide 2006/2007. Seine Bemühungen um den Grünen Veltliner trugen ihm den Beinamen „Mister Veltliner“ ein - und ein MUNDUS VINI Gold für den 2010er. Noch vor weniger als 30 Jahren deutete auf dem Hof der Familie Pfaffl nichts darauf hin, dass hier einmal österreichische Spitzenweine entstehen könnten. Dann übernahm Roman Pfaffl den Hof und entschied sich, den Betrieb auf Weinbau umzustellen. So hatte er bereits eine konkrete „Wunschliste“ im Kopf, als er begann, die besten Parzellen der Region zu erwerben. Der heute 67 Hektar große Familienbesitz liegt über zehn Gemeinden verstreut. Den damit verbundenen Aufwand nimmt Roman Pfaffl mit Blick auf die Qualität seiner Terroirs gern in Kauf. Die Riede „Hundsleiten“, nördlich von Stetten, bietet gute Voraussetzungen hierfür. Sie ist nach Südwesten geneigt und beherbergt einen kargen Tonboden, der über felsigem Untergrund liegt. In der extrem steilen Ried ist die Arbeit hart („hundsn“), was der Lage ihren Namen eingetragen hat.
Die Familie Pfaffl baut ihren Grünen Veltliner im integrierten Weinbau an. Chemische Düngemittel sind verpönt, ebenso der intensive Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Die Rebzeilen werden begrünt, sodass die Weinstöcke bis in tiefe, mineralreiche Erdschichten wurzeln. Der Ertrag der 34 Jahre alten Reben wird strikt reduziert. Während der Handlese im November wird bereits im Weinberg eine Selektion des Leseguts vorgenommen. In der Kellerei gelangen die Trauben per Schwerkraft in die Presse, sodass das qualitätsmindernde Pumpen des Leseguts entfällt. Zuvor wird es einer achtstündigen Schalenmaischung unterzogen, die den Trauben ein Optimum ihrer Aromen entlockt. Sodann erfolgen Gärung und Reifung im großen Holzfass. Je hälftig vergärt der Wein im Edelstahl und großen Holzfaß.




















