Herkunft (Region) oder
Rebsorte oder
Winzer
Ein Klassiker mit Tradition
Von den sieben steinernen Wegaltären, oratoires genannt, die sich in der Gemeinde Châteauneuf-du-Pape fanden, steht nur einer in einem ummauerten Weinberg. Er wurde dem Heiligen Markus gewidmet, dem lokalen Schutzpatron der Winzer. Wie so oft in Châteauneuf stammen nicht alle Trauben nur aus einer Parzelle. Um dem Wein eine möglichst große Vielfalt und Tiefe zu verleihen, assembliert man ihn aus einer Anzahl von Rebstücken, die sich über die Hochplateaus und Hänge der berühmten Appellation verteilen und insgesamt 20 Hektar ausmachen. Zwar sind alle diese Weinberge mit den typischen großen Rundkieseln übersät, die während der letzten Eiszeit das Rhonetal hinab geschoben wurden, aber die Ausrichtungen und die Bodenkompositionen variieren.
Seit Didier Couturier in den Kellern der Päpste mitten im Weinort, das Kommando führt, wird jeder einzelnen Parzelle ihr weinbauliches Potenzial erfasst. Das Durchschnittsalter der Reben beträgt 40 Jahre und die Lese erfolgt von Hand. Nach dem Eintreffen in der Kellerei erfolgt eine strenge Auslese der Trauben, die er zum Teil nicht entrappt. Nur gesunde und reife Trauben geraten in die Tanks, um in traditioneller Maischegärung zwei Wochen lang zu gären. Acht bis zwölf Monate dauert der Ausbau in unterschiedlichen Fässern. Mit einem Anteil von 80% dominiert der Grenache Noir den Wein, ergänzt durch 10% Syrah und weitere 10%, die sich auf Cinsault und Mourvèdre aufteilen. Der Clos de l’Oratoire des Papes hat sich im Lauf der Jahre ein großes Renommee erworben. Lagen seine Bewertungen schon Ende der 1990er Jahre auf hohem Niveau, zeigen sich die letzten Jahrgänge noch besser und konstanter. Ist er bereits jetzt aufgrund seiner intensiven Frucht und Würze ein großer Genuss, benötigt er acht bis zehn Jahre, um seinen vielschichtigen und raffinierten Charakter zu entfalten.




















