Herkunft (Region) oder
Rebsorte oder
Winzer
Muscadet in Hochform
Im Mündungsgebiet der Loire wächst eine eigene Rebsorte, die so nah am Atlantik ihr Bestes gibt und sich als idealer Begleiter all der Köstlichkeiten, die aus dem Meer kommen, erweist. Erst recht, wenn sie solche Finesse erreicht wie bei den Brüdern Vinet.
Heute auch unter dem Namen Muscadet bekannt, heißt die einzige, in den vier Muscadet-Appellationen zugelassene Sorte Melon de Bourgogne. Tatsächlich stammt sie aus dem Burgund, von wo sie um 1635 in die Region von Nantes gebracht wurde, wo man damals vorwiegend leichten Rotwein erzeugte. Ihren Durchbruch erfuhr sie nach dem harten Winter 1709, als die Temperatur auf minus 20 °C sank, die Fässer platzten und die meisten anderen Rebstöcke erfroren. Dass die holländischen Kaufleute den Winzern außerdem nahe legten, lieber Weißweine zu produzieren, die sie damals teilweise destillierten, beschleunigte die Verbreitung des Melon, der im Burgund heute praktisch nur noch auf dem Papier existiert.
Bei den Vinets, 15 Kilometer südlich von Nantes, kultiviert man den Melon mit Passion. Hier im Herzen der Appellation Muscadet Sèvre-et-Maine erreichen die Weine ihre Komplexität durch den Boden. Er besteht aus kristallinem Gestein wie Gneiss, Schiefer und Glimmerschiefer, die durch die Verwitterung sehr vielfältige Bodenkompositionen bildeten, und die wirken sich auf den Charakter der Weine aus. Gérard Vinets Interesse im Keller konzentriert sich auf diese mannigfachen Variationen, um dann mit den verschiedenen Tanks Weine zu assemblieren, die ihren eigenen Ausdruck besitzen. Konkret: Gérard kombiniert den fülligen Wein des Clos de Batardière mit dem frischen, spritzigen Domaine de la Quilla, was zusammengenommen einen der feinsten Weine des Anbaugebietes ergibt.






















